Infos rund um die Heimaufnahme

Wie erhalte ich einen Heimplatz?
Voraussetzungen:
  • Mindestalter 65 Jahre und (!)
  • ein nachgewiesener Bedarf an fremder Hilfe bei Pflege und Betreuung
Der Betreuungsbedarf wird vor dem Eintritt ins Heim erhoben:
  • durch ein Erstgespräch mit der Pflegedienstleitung,
  • durch Heranziehen von Auskünften/Pflegeberichten der Mobilen Pflege bzw. des Krankenhauses (sofern vorhanden),
  • durch Vorlage des Pflegegeldbescheids (mindestens Stufe 3).
Erreicht der Pflege- und Betreuungsbedarf die Stunden für die Pflegestufe 3 nicht, müssen andere schwerwiegende Gründe für eine Heimaufnahme vorliegen (z.B. prekäre Wohnsituation, Selbst- oder Fremdgefährdung, Demenz etc.).
Anmeldung (Form):
  • Die Anmeldung erfolgt mit einem Anmeldeformular (inkl. ärztlichem Fragebogen), das in den Heimen, bei der Sozialberatungsstelle, den Gemeindeämtern und der SHV-Geschäftsstelle (Bezirkshauptmannschaft) erhältlich ist.
  • Gleichzeitig mit der Anmeldung bzw. sobald ein Heimeintritt sehr wahrscheinlich wird, ist auch der Sozialhilfeantrag zu stellen (unabhängig von der Vermögenslage). Dieser ist bei der Sozialberatungsstelle, den Gemeindeämtern und der SHV-Geschäftsstelle (Bezirkshauptmannschaft) erhältlich.
Anmeldung (Zeitpunkt):
  • Vormerkungen sind grundsätzlich möglich, sollen aber nicht Jahre vor einem notwendigen Heimeintritt erfolgen.
  • Für die Aufnahme ist nicht das Datum der Vormerkung entscheidend, sondern der tatsächliche Bedarf an Betreuung und Pflege und die Dringlichkeit (z. B. das Fehlen alternativer Betreuungsformen, wie mobile Pflege).
Anmeldung (Auskunft, Unterstützung):
  • Im Bezirk: die Sozialberatungsstelle, die Gemeindeämter, bei den Heimleitungen
  • Bei einem Krankenhausaufenthalt: Sozialdienst oder Überleitungspflege im Spital
  • Die Sozialberatungsstelle bzw. die Überleitungspflege hilft auch alle anderen Betreuungsformen/Pflegeunterstützung abzuklären.
 
Wie viel muss ich für den Heimplatz bezahlen?
  • Je nach Heim bzw. Zimmerkategorie gibt es ein Heimentgelt (Tagespreis; vergleichbar mit einem Hotel) für das Wohnen und die volle Verpflegung (pro Monat derzeit rund 2000 Euro).
  • Weiters sind 80% des bewilligten Pflegegelds für die Pflege- und Betreuungsleistung an das Heim zu zahlen (Sonderregelung für Stufe 1 und 2).
Die aktuellen Heimentgelte für das Jahr 2017 finden Sie hier.
 
Was ist, wenn ich mir das selber nicht leisten kann?
Zur Bezahlung des Heimentgeltes ist vorrangig das Einkommen und Vermögen des Heimbewohners heranzuziehen.
20 % der Pension und die Sonderzahlungen sowie ein Vermögen bis € 7.300,-- werden nicht berücksichtigt, verbleiben also dem Heimbewohner. Vom Pflegegeld müssen 10 % der Stufe 3 dem Bewohner als Taschengeld verbleiben.
Kinder müssen in Oberösterreich im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht keinen Kostenbeitrag für den Heimaufenthalt ihrer Eltern leisten.
Wurde in den letzten 5 Jahren vor Heimeintritt Vermögen übergeben, so besteht bei Sozialhilfeleistungen Ersatzpflicht bis zu Höhe des übernommenen Wertes.
 
Kann ich auch nur vorübergehend im Heim wohnen? – Kurzzeitpflege?
  • Bei Ausfall der Betreuungsperson (z.B. Kur, Urlaub, Krankheit) kann ein „Kurzzeitpflegezimmer“ in Anspruch genommen werden (begrenzte Zimmeranzahl).
  • Kurzzeitpflege ist bis zu 3 Monaten möglich.
  • Kurzzeitpflege ist selbst zu bezahlen (Heimgebühr plus 80 % des bewilligten Pflegegeldes).
    Ab Pflegestufe 3 bzw. ab Stufe 1 bei diagnostizierter Demenz kann nachträglich Unterstützung beim Sozialministeriumservice beantragt werden.
  • Die Anmeldung erfolgt direkt in den Heimen (Anmeldeformular Kurzzeitpflege).
 
Heimaufnahme
Vor der Aufnahme erfolgt in der Regel mit den Angehörigen ein Erstgespräch mit der Heimleitung und Pflegedienstleitung, wo unter anderem besprochen wird, was beim Heimeintritt mitzubringen ist.
Die Aufnahme erfolgt durch die Zusage eines Heimplatzes durch die jeweilige Heimleitung. Durch die Sozialabteilung der Bezirkshauptmannschaft Eferding ergeht ein Bescheid über die notwendige Hilfe zur Pflege und es wird über die Kostentragung der Heimgebühren abgesprochen.