Frühförderung

Die Frühförderung ist eine ganzheitliche Förderung von Kindern bis zum Schuleintritt, die insbesondere durch mobile therapeutische, pädagogisch-psychologische oder vergleichbare Dienste erbracht werden kann. Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung ist Frühförderung zu leisten, um Beeinträchtigungen frühestmöglich zu verringern, Behinderungen zu beseitigen und um das Kind oder den Jugendlichen und dessen unmittelbares familiäres und soziales Umfeld zum Umgang mit der Beeinträchtigung zu befähigen.

Diese Maßnahme ist zu gewähren, wenn kein Anspruch nach dem Oö. Kinderbetreuungsgesetz oder nach dem Oö. Pflichtschulorganisationsgesetz 1992 geltend gemacht werden kann und es ist dafür ein Beitrag (10 Prozent der tatsächlichen Kosten) zu leisten.
 
Man unterscheidet zwischen:
 
Allgemeiner Frühförderung
  • für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Beeinträchtigungen oder bei denen die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden kann
  • kann von Geburt an beantragt werden und endet mit dem Eintritt in einen Kindergarten mit Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, oder in eine Wohneinrichtung bzw. spätestens mit dem Schuleintritt
  • der maximale Förderrahmen beträgt 40 Fördereinheiten (maximal 90 Minuten) jährlich und wird befristet, längstens für zwei Jahre gewährt
  • für Weitergewährung ist ein neuerlicher begründeter Antrag notwendig

Sehfrühförderung
  • für blinde Kinder, Kinder mit angeborenen oder erworbenen, erheblichen Sehschädigungen oder bei denen eine erhebliche Störung der Sehwahrnehmungen im Rahmen von Mehrfachbeeinträchtigungen besteht
  • kann von Geburt an beantragt werden und endet spätestens mit dem Schuleintritt
  • der maximale Förderrahmen beträgt 40 Fördereinheiten (60, 90, 120, 150 oder 180 Minuten) jährlich und wird befristet, längstens für zwei Jahre gewährt
  • für Weitergewährung ist ein neuerlicher begründeter Antrag notwendig
 
Frühe Kommunikationsförderung
  • für Kinder mit unzureichenden bzw. fehlenden Möglichkeiten zur lautsprachlichen Kommunikation
  • kann ab der Vollendung des zweiten Lebensjahres beantragt werden und endet spätestens mit dem Schuleintritt
  • der maximale Förderrahmen beträgt 40 Fördereinheiten (maximal 90 Minuten) jährlich und wird befristet, längstens für zwei Jahre gewährt
  • für Weitergewährung ist ein neuerlicher begründeter Antrag notwendig